Ausverkauf der Bildungstechnologie

Leitgedanke

Mein Gedanke zum Einsatz von Bildungstechnologien ist ganz simple: „so wenig wie möglich, soviel wie nötig“. Die Hintergründe zu dieser Einstellung erkläre ich aus meinen bisherigen Forschungen. Erstens habe ich viel Erfahrung in Planung, Gestaltung und Umsetzung von bildungstechnologischen Architekturen. Diese beruhen auf Grundlage einer validen Untersuchung, die Umsetzung wurde auch anhand von nachvollziehbaren Gütekriterien vollzogen. Zudem wird die Architektur in einer realen Lehr-/Lernwelt eingesetzt und andauernd von mir evaluiert. Damit bildet der einführende Gedanke die Essenz einer eine stringenten, logische Argumentationskette von bildungstechnologischen Notwendigkeiten. 

Handeln wir notwendig und sinnvoll

Irritationen

Was ich derzeit an vielen Stellen beobachte ist, eine Art von technischen „Hamsterkäufen“ im Bereich der „neuen Medien“. Als Bildungswissenschaftler und systemischer Berater kann ich diese Handlungen aus menschlicher (psychologischer) Sicht leicht nachvollziehen. Den Sinn in diesen stelle ich in Frage.

Wenn immer mehr Technik, und sei sie auch noch so verführerisch, zur Verfügung steht, sich gleichzeitig die Menschen, die sie benutzen nur milde an diese Technik gewöhnen können oder aus welchen Gründen auch immer wollen, sie zum Teil nicht hilfreich und sinnvoll nutzen können, führt das zu einer negativen Entwicklung: Die eigentlich unterstützende Funktion schlägt in Regression um, diese speist sich aus frustranen Handlungen.

Gewonnen haben damit die Technologiekonzerne, bei denen Eingekauft wurde. Verlierer sind die Menschen auf beiden Seiten der Schulbank.

Und genau hier liegt der Schlüssel zum Erfolg, in dem sich Institutionen und Organisationen dieser Versuchung nicht hingeben. Selbst dann nicht, wenn das Geld uneingeschränkt zur Verfügung gestellt würde. Vielleicht gibt es andere Einrichtungen, die es besser gebrauchen könnten? Auf jeden Fall sind die o.a. Aspekte, die diese Demut auslösen sollte. Auch auf die Gefahr hin, öffentlich wirksame Medienbenutzung weniger zu erzeugen. Die Erfolge der TN und SuS werden sich werbewirksamer darstellen lassen.

Welche Bildungseinrichtung, gleich welcher Art und welcher Couleur, hat ihre bildungstechnologischen Maßnahmen vom Vorfeld des Einsatzes wissenschaftlich abgesichert? Meines Wissens nach, Stand heute, wurden solche Untersuchungen in der gesamtem BRD (in Europa möglicherweise auch und wie es weltweit aussieht lässt sich nur schwer sagen) über die angewendeten Maßnahmen auch und gerade unter Corona-Bedingungen bereits während der aktuellen Situation noch nicht evaluiert. Weder bei staatlichen oder privaten Schulen, noch bei öffentlichen Bildungsträgern oder gewinnorientierten Weiterbildungsanbietern.

Ganz systemisch: Was funktioniert sollten wir tun, was nicht – lassen.

Wir haben bereits jetzt viele parallel angewendete Technologien, alle mit eigenen Grenzen und Möglichkeiten; was bisher unterlassen wurde, ist eine Analyse derer im Kontext des Einsatzes bei den unterschiedlichen Bildungsorganisationen. Wir wissen absolut nicht, ob das, was zur Verfügung steht, auch sinnvoll oder wenigstens hilfreich ist. Und ob und was als hilfreich und sinnvoll erachtet wird, entscheiden die Menschen, die diese Technologien einsetzen, und niemals diejenigen, diese produzieren, verkaufen oder kaufen und zur Verfügung stellen.

Was ist zu tun?

Erstens eine Mitnahme der Menschen, gleich auf welcher Seite des Schultisches. Und das nur in Technologien, von denen wir wissen, dass diese auch für die jeweilige Bildungseinrichtung geeignet erscheint. Handlungsleitend muss hierbei eine wissenschaftliche Untersuchung über die Einsatzmöglichkeiten. Das beinhaltet nicht nur die Einweisung in die Funktion und den Gebrauch, sondern, viel gewinnbringender, in die didaktische Einbindung. Letzteres wird nur allzuoft vergessen zu tun. So stehen Lehrkräfte vor technischen Geräten, die sie durchaus bedienen können; jedoch eine Einbindung in didaktische Unterrichtshandlungen wird nicht vorgenommen. Entscheidend ist hierbei das didaktische Konzept.

Das ist in etwa so, als würde ich einem Fahranfänger zwar das Auto technisch erklären und ihm das Fahren beigebracht haben; ihm aber dann einen Formel1 Boliden zur Verfügung stellen und ihm als Verwendungszweck die ganze Welt geben. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Person mit dem Fahrzeug aus einer eigens dafür konzipierten Strecke landet ist vermutlich sehr gering. Und selbst wenn - wird er damit siebenmaliger Formel1-Weltmeister? Aber genau das passiert in diesen Zeiten bei fast allen Bildungsträgern.

Zweitens führt der Weg zum (nachhaltigen, wirtschaftlichen) Erfolg über die menschliche Neugierde. Wenn die Menschen, die diese Technologien einsetzten sollen, ihren Nutzen erkennen, dann werden sie alles dafür tun, diesen auch zu generieren. Das gelingt eher an ein oder zwei technischen Anwendungen, als an drei, vier oder mehr. Je mehr frustrane Erlebnisse Menschen mit unterschiedlichen Tools haben, je exponentieller werden ihre Widerstände dagegen werden.

Tun wir Kluges und reden darüber

DIe Konzentration aller Handlungen auf die Mitnahme der Menschen in unseren Bildungsinstitutionen in Bezug zu den eingesetzten Bildungstechnologien ist ein möglicher Weg.

Wenn wir das klug anstellen, und die von uns eingesetzten Tools mit (didaktisch gut aufbereiteten) Inhalten füllen, die Nutzer*innen dafür begeistern (Kosten-Nutzen-Aspekte) und Rahmenbedingungen kreieren unter denen alles frei gedeihen kann, werden wir eine andere Bildungslandschaft haben. Die Gefahr wird sein, dass diese eine Eigendynamik erfahren; wie jedes lebende, psychische und soziale System.

Eine tolle Vorstellung.

Thema demnächst auch bei

b-Quadrat

Der Podcast für Bildung und Beratung

https://www.nrwision.de/mediathek/sendungen/b-quadrat/

b-Quadrat

Die Themen Bildung und Beratung stehen im Mittelpunkt von „b-Quadrat“. In diesem Teaser stelle ich mein Konzept des Podcasts vor. „Sprechen sie Maschinisch?“ – so lautet nur eine der Fragen, um die es in „b-Quadrat“ gehen wird. Ich ruft meine Hörer dazu auf, sich über spannende Fragen rund um die Themen Bildung und Beratung auszutauschen.

Masterarbeit 2.0

Systemische Interventionskompetenz in Kritischen Situationen: Systemisches Denken und Handeln durch High Responsibility Teams

Hanisch (2019)

Drei Jahre nach Aufnahme des Studiums der Systemisches Beratung an der Technischen Universität Kaiserslautern, ist es vollbracht – bestanden!

Zwar noch ohne Urkunde, aber mit amtlich verbrieftem Bescheid.

Ein gutes Gefühl

Ganz besonders danke ich den lieben Menschen, die mit Engelsgeduld meine Höhen und Tiefen ausgehalten haben.

Jetzt aber geht es auch schon weiter – M.A. Bildung und Medien: eEducation. Dieses Studium habe ich pausiert und freue mich auf die Weiterführung.

Lern-/Lebensaufgaben

„Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück.“ Laotse (angeblich)

Diese Erkenntnis sollte mir als Bildungswissenschaftler wenig neu sein. Beschäftige ich mich doch schon weit mehr als einer Dekade mit Fragen des nachhaltigen Lernens. Und genau hier wird es spannend…

Aber, immer hübsch der Reihe nach!

Es ist inzwischen seit dem letzten Beitrag ein wenig Zeit vergangen. Bewegte Zeit, mit mehr Tiefen als Höhen. Erstens nimmt mich die vorweihnachtliche Stimmung immer ein wenig mit, zweitens nimmt die Arbeitsdichte umgekehrt proportional zum Adventsgedanken, der im Einklang zur vorrückenden Stunde des Weihnachtsfestes steht, zu. Damit es nicht langweilig wird, fügen wir noch einen fiebrigen grippalen Infekt bei.

Diesmal ist alles ganz anders! August ist ja hier. Wir erinnern uns, dieser megagechillte GSS-Welpe – bis vor zwei Wochen. Nicht, dass ich hier missverstanden werde, er st immer noch völlig entspannt.  Also so eher geographisch. Weiterhin ist er der Star im DRK-Bildungszentrum Düsseldorf, selbst Chef streichelt ihn schon. August ist hier ganz im Dienst: Reduktion von Prüfungsstress mittels Streichelbegleitung und Initiierung hyperglykämischer Zustände – bei vornehmlich den weiblichen Teilnehmenden unserer Seminare, Berufsausbildungen und anderen Veranstaltungen. Prima!

Dann wäre da noch der Ort… „Zuhause“

In dem verhält es sich anders. Schon alleine das Verbringen des Hundes (aufmerksame Leser*innen bemerken den sprachlichen Wandel deutlich) in den Kofferraum entwickelt sich nachmittags, nach teilweise wirklich sehr anstrengenden und arbeitsreichen Stunden, zum Machtkampf. Meiner Vorstellung nach, legt sich mein treuer Gefährte hin, ich schließe den Kofferraumdeckel, steige ein und #nogo!

August hat sein eigenes Reich annektiert, leider liegt es inmitten des Kofferraumes meines Autos. Es ist so, als würde ich als Caesar ganz Gallien erobern wollen – ganz Gallien? Ein, ach wir wissen wie die Geschichte weitergeht…

Ein weiteres Thema ist Leine. Meiner Meinung nach, ist die Leine nunmal kein Spielzeug, sondern mein verlängerter Arm. Und wer möchte schon in diesen gebissen werden? Und, wo wir schon bei diesem Thema sind – irgendwie sieht meine rechte Hand sehr angeknabbert aus. Selbst eine arterielle Bisswunde der linken Fingerkuppe musste ich versorgen (gute Nachricht an Euch: Ich lebe noch!).

Der Höhepunkt wurde nach dem ersten Besuch der Hundeschule, die aber nun wirklich gar nichts damit zu tun hat ;-), erreicht.

ER oder ich? Er 😉

Mache ich mir mal nichts vor. Ja, ich bin der Mensch und ja, Menschen sind den Tieren überlegen. Ja, mir ist die instinktive Bedürfnisreaktion nicht-menschlicher ein Begriff. Ja, ich muss Geduld haben. Und an dieser Stelle schließt sich bereits ein Kreis zum o.a. Zitat. Geduld ist genau mein Ding! Mein zweiter Vorname! Ach was sag ich, nicht so bescheiden: Geduld ist genau nach mir gefertigt worden! Also mal so ganz und gar nicht. Ich bin einer der ungeduldigsten Menschen auf dieser Welt – der ungeduldigste Mensch!

tja!

Heute entschloss ich mich dann, auf den Besuch der Hundeschule zu verzichten. Schließlich bin ich ja krank, es roch nach Regen und außerdem *mimimi*!

Fehler und Glücksfall zugleich

Fehler: Ich habe leider tolle Menschen nicht treffen können. Wir haben die beste Begleitung bei der Erziehung und Ausbildung der Kallbachwelpen (vier der sieben Welpen finden sich in der Gruppe wieder – ist das nicht echt Wahnsinn?). Damit konnte ich mich leider auch nicht persönlich über die Erfahrungen der anderen Hundeeltern austauschen. Wie es sich schon in der Nachrichtengruppe andeutete, wir haben alle ähnlich gelagerte Anliegen. Das zu wissen, gibt ein echt gutes Gefühl. Fehler auch, weil wir als Familie mal wieder nicht gemeinsam unterwegs waren und deswegen von der Wochenendnormalität eingeholt wurden. Zudem haben wir den Besuch von Manuela verpasst – und das stimmt mich echt traurig.

Glücksfall: August und ich haben eine sehr intensive Stunde, ca.6500 Schritte und einige Kalorien miteinander verbracht. Und mir ist einiges Klar geworden! Vielleicht wollte ich zu viel auf einmal? Vielleicht zu perfekt und viel zu schnell? Da sind sie wieder, meine beiden sehr guten Bekannten und stetigen Begleiter – die beiden Antreiber sei perfekt und sei schnell. Liegt es vielleicht mal so gar nicht an dem Hund? Natürlich nicht! Lange hat diese Erkenntnis auf sich warten lassen (Und, ich lese schon die Kommentare aller Anderen, die es schon gewusst haben).

August macht genau das, was er als Therapiebegleithund machen soll: Emotionen spüren und mittels seines Verhaltens spiegeln. Und das macht er perfekt (Danke, liebe Manuela. Erst jetzt habe ich verstanden, welches Wesen Du dir für uns / mich ausgesucht hast). Mit einer an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kann August meine Zustände spüren: genervt, gestresst, zeitnötig, ungehalten und so wenig erfreut, geerdet oder einfach nur bei mir selbst.

Jetzt ist es an mir, seine Sprache zu lernen, zu verstehen, zu interpretieren, zu übersetzten und für viele Menschen nachhaltig spür- und erlebbar zu machen.

Aufrichtigen Dank, August!

p.s. Während des Schreibens fällt uns auf, dass er mal wieder einen gewaltigen Satz gemacht hat. Halten wir es wie mit Kindern: „Es ist alles nur eine Phase“…

Umfrage Prüfungen NotSan Schulen

Es geht Schlag auf Schlag…

Gestern wurde allen mir bekannten Notfallsanitäter*innen-Schulen der Link zum dritten Teil der #notsanumfrage mitgeteilt.

Ziel dieses Teiles ist es, die Perspektive der Schulen zu betrachten:

  • Wie viele NotSan Ergänzungs- und Vollprüfungen sind bisher durchgeführt worden, in welcher Fallgruppe?
  • Wie viele Geprüfte haben in welchem Versuch (nicht-) bestanden?
  • Welche Veränderungen gibt es seit Anfang 2014?
  • Welche Auswirkungen haben die NotSan-Schulen bisher verspürt?

Auch wenn dieser Teil der Umfrage auf die Bildungseinrichtungen eingeht, so ist Eure Mithilfe dennoch notwendig:

*liken* *teilen* *nachfragen*

Für den Fall, dass Ihr noch nicht bei der Umfrage mitgemacht habt, hier noch mal die entsprechenden Links:

  • Für GEPRÜFTE

    www.umfrageonline.com/s/NotSan_Pruefungen
    www.umfrageonline.com/s/NotSan_Pruefungen
  • Für PRÜFENDE

    http://www.umfrageonline.com/s/Pruefende_NotSan
    www.umfrageonline.com/s/Pruefende_NotSan

Ich danke Euch für Eure tatkräftige Unterstützung,

Herzliche Grüße

#jochenhanisch

Umfrage Prüfende NotSan

Es ist an der Zeit…

… den zweiten Teil der Umfrage zum Empfinden und Erleben der Prüfungen zum/zur Notfallsanitäter/in zu launchen – diesmal auf der Sicht der Durchführenden.

Seit 2014 sind das NotSanG und die NotSan APrV in Kraft, erste Prüfungen laufen. Sei es als Voll- oder Ergänzungsprüfungen der drei Fallgruppen, es ist an der Zeit eine Möglichkeit zu schaffen, Stimmungen einzufangen.

Ziel dieser Umfrage ist es, einen Überblick von den Ergebnissen und Auswirkungen der Ergänzungsprüfungen sowie Vollprüfungen zu erhalten.

Dieses aus der subjektiven und ehrlichen Perspektive der Prüfenden.

qrcode-PRÜFENDE

Ich freue mich daher auf rege Beteiligung, viele *likes* und noch mehr geteilte Beiträge…

#notsanumfrage #jochenhanisch

Umfrage NotSan Prüfungen

Es ist an der Zeit…

Seit 2014 sind das NotSanG und die NotSan APrV in Kraft, erste Prüfungen laufen. Sei es als Voll- oder Ergänzungsprüfungen der drei Fallgruppen, es ist an der Zeit eine Möglichkeit zu schaffen, Stimmungen einzufangen.

Ziel dieser Umfrage ist es, einen Überblick von den Ergebnissen und Auswirkungen der Ergänzungsprüfungen sowie Vollprüfungen zu erhalten.

Dieses aus der subjektiven und ehrlichen Perspektive der Geprüften.

www.umfrageonline.com/s/NotSan_Pruefungen
www.umfrageonline.com/s/NotSan_Pruefungen

Ich freue mich daher auf rege Beteiligung, viele *likes* und noch mehr geteilte Beiträge…

#notsanumfrage #jochenhanisch